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Kunterbunt

Archiv 2010

ROTE KARTE FÜR DAMIAN ZURFLUH
Der 32-jährige Damian Zurfluh aus dem basellandschaftlichen Wittinsburg wurde vom Nordwestschweizerischen Schwingerverband für die beiden Bergfeste Rigi und Brünig gesperrt. Zurfluh hat sich beim Basellandschaftlichen Schwingfest in Oberwil über die Gegnerzuteilung beschwert und verliess nach 3 Begegnungen (- Mario Thürig; - Jürg Mahrer; - Michael Henzer) frustriert die Wettkampfstätte. Nur 7 Tage später gewann Zurfluh völlig überraschend das Nordwestschweizerische-Teilverbandsfest in Grenchen.

2008 wechselte Zurfluh wegen Differenzen den Verband ... er verabschiedete sich bei den Baselländer und schwingt seither für den Schwingklub Solothurn. Zurfluh ist 69-facher Kranzschwinger; viermal war er Sieger an einem Kranzfest, nämlich 2000 (BL); 2004 (SO); 2007 (BL - 1c); 2010 (NWS). 2004 in Luzern und 2007 in Aarau holte er eidgenössisches Eichenlaub.

Happy-End auch ohne Ausschwingen beim Berner Oberländer Gauverbandsfest in Hofstetten bei Brienz
Kilian Wenger hatte nach 5 Partien auf seine Konkurrenten einen Vorsprung von 1.75 Punkten. Hinter ihm folgten die punktgleichen Willy Graber, Simon Anderegg und Heinz Habegger. Bei einer solchen Situation schreibt das Technische Regulativ des Eidgenössischen Schwingerverbandes unter Artikel 14c: "Der Schlussgang als Zusatzgang ist nur zulässig, wenn zwischen den zwei punkthöchsten Schwingern eine Differenz von mindestens 1.25 Punkten besteht. Für einen gewonnen Zusatzgang ist ein Viertelpunkt gutzuschreiben".

Gemäss diesen Richtlinien ist es nicht zwingend, auszuschwingen. Und das entschied denn auch die Wettkampfleitung unter dem Präsidium von Andreas Anderegg. Ueli Stoller, Präsident des Berner Oberländer Gauverbandes hat mir gegenüber begründet, dass das "Nichtausschwingen" auf den Festverlauf keinen Einfluss hat. Das stimmt nur teilweise. Wenger stand schon vor dem Schlussgang als Festsieger fest. Nur, wenn Willy Graber den Schlussgang hätte verlieren müssen, hätte er einen gewaltigen Verlust erlitten ... klassementsmässig, wie auch inebzug auf den finanziellen Preisgewinn. Er hätte dann 56.75 Punkte totalisiert, klassiert im Rang 6a als 13. Preisgewinner. Hatte Kilian Wenger ein Einsehen mit dieser Situation? Er verlor relativ schnell die Schlussgangpartie gegen Graber, der dafür mit einem zusätzlichen Viertelpunkt belohnt wurde und den Ehrenplatz belegte. Kilian Wenger hat mir im Interview für "Schwinger Journal" und Radio Central/Eviva erklärt, dass er die Rippenquetschung vom Oberaargauischen Gauverbandsfest wieder zu spüren bekam und sich keiner zusätzlichen Belastung im Schlussgang mehr aussetzen wollte. So endete der Berner Oberländer Wettkampf doch noch mit einem Happy-End ... für das Einteilungsgremium wie auch für Willy Graber auf dem Ehrenplatz und dem Gewinn des frankenmässig gut dotierten Rindes Bea ....

Werner J. Ochsner