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Kritik

Frauenfeld 2010

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Eidgenössische Schwing- und Aelplerfest in Frauenfeld

05.12.2010
Vorbemerkung
Lieber Werner Ochsner

Vorerst möchte ich meiner Freude Ausdruck geben, dass ich Dich anlässlich des heutigen SKOH-Schwingerveteren-Stamms im "Bahnhöfli" Root persönlich kennenlernen durfte. Als profunder Kenner der Schwingerszene und sehr profilierter Radiokommentator und Journalist dieser Gilde schon seit Jahrzehnten warst Du mir natürlich längst bestens bekannt! Ich habe im Gespräch von heute Vormittag kurz auf einen von mir verfassten und in der SHJZ vom 14.09.2010 publizierten Leserbrief im Zusammenhang mit dem Schlussgang am ESAF 2010 hingewiesen. Du hast mich gebeten, Dir auch davon Kenntnis zu geben. Ich komme diesem Wunsche nachträglich gerne noch nach, obschon seit Frauenfeld mittlerweile bereits einige Monate zurückliegen.

Leserbrieftext
"Eidgenössisches Schwingfest Frauenfeld 2010 Schlussgangteilnehmer als Statist!

Der Berner Kilian Wenger hat dem sportlichen Teil des Eidgenössischen Schwingfestes 2010 auf höchst überzeugende Weise den Stempel aufgedrückt. Mit ihm ist zweifellos ein sehr würdiger Sieger in die Reihe der Schwingerkönige aufgerückt, daran gibt es nicht zu rütteln.Unabhängig von der Person des neu erkürten Schwingerkönigs und derjenigen des zweiten Schlussgangteilnehmers haftet der Endausmarchung am ESAF 2010 aus sportlicher Sicht dennoch etwas an, das meines Erachtens vermieden werden müsste. Ich meine die Situation, dass einer der beiden Schlussgangteilnehmer aufgrund der Punktzahl nach dem 7. Gang den Schlussgang sozusagen nur noch als Statist zu absolvieren hat. Er war ja im vornherein vom Festsieg ausgeschlossen, hätte er doch selbst bei einem Sieg höchstens Zweiter werden können! Da ist es wohl nachvollziehbar,wenn Schwingsportjournalisten in ihrer Berichterstattung u.a. auch darauf hinweisen, dass der Schlussgang in Frauenfeld eigentlich nur noch eine Show war. Es sei übrigens daran erinnert, dass sich die gleiche Situation schon am Eidgenössischen 1969 in Biel einstellte.Auch damals hätte einer der beiden Schlussgangteilnehmer selbst bei einem Sieg nur Zweiter werden können.Gibt es denn wirklich keinen tauglichen Modus, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden?Josef Blum,Luzern ".Ich habe nach der vorerwähnten Publikation immerhin einige wenige mündliche Reaktionen erhalten, die meine Ansicht teilen! Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und freue mich auf ein gelegentliches Wiedersehen bei anderer Gelegenheit. Mit Schwingergruss Seppi Blum


02.09.2010
Geschätzte Schwingerfreunde. Das ESAF Frauenfeld war aus sportlicher Sicht ein voller Erfolg. König Wenger Kilian ist geradezu prädestiniert die neue Generation von Kurzholzathleten authentisch sowie volksnah zu vertreten. Bescheiden, bodenständig, attraktiv und offensiv heisst die Devise dieser jungen Schwingerzunft. Die kritischen Voten rund um den Grossanlass sind nicht aus der Luft gegriffen. Sie müssen nun seitens des ESV und dem OK Burgdorf 2013 genau analysiert werden, sonst boykottieren die älteren (zahlungskräftigen) Schwingerfreunde in Zukunft solche Anlässe, weil Gemütlichkeit und urchiges Brauchtum von der nicht adäquaten „Oktoberfest-Stimmung“ überrollt wird. Der „Eidgenoss“ steht vor einer wegweisenden Entscheidung, wie die zukünftige „Schwinger-Olympiade“ in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Veranstalter vermarktet und organisiert wird. Ein ESAF ohne so genannte Königspartner (Sponsoren) ist nicht finanzierbar. Wer Millionenbeträge zur Durchführung von Grossevents investiert, hat Anrecht auf eine Gegenleistung, die mit einem angepassten Marketingauftritt das Zielpublikum des Sponsors anspricht. Zum Beispiel ein positiver Imagetransfer als unternehmerisches Kommunikationsziel. Das Schwingen „Lifestyle“ und viel „Swissness“ verkörpert, ist spätestens seit dem ESAF 2004 Luzern vielen Schweizern bekannt, doch der ESV hat es verschlafen, um auf diese perfekte Welle zu springen. Statt stets immer zu reagieren, wäre zu diesem Zeitpunkt agieren angebracht gewesen, so hätten verschiedene Eskalationen vermieden werden können – notabene nicht nur um das ESAF Frauenfeld. Bezüglich ESAF 2013 noch ein kleiner Hinweis: Ca. 25 km südwestlich von Burgdorf liegt ein Stadion (Es heisst Stade de Suisse oder Wankdorf), das problemlos 40'000 Zuschauer fasst und eine perfekte Infrastruktur für einen Grossanlass in dieser Dimension bietet. Für mich als ökonomisch denkender Schwingerfreund nicht ganz nachvollziehbar, dass diesbezüglich nicht über den Kurzholzrand gedacht wurde. Das Emmental und die Region Burgdorf hätten auch in Bern eine ideale Plattform vorgefunden, um ihre Vision an das Zielpublikum zu bringen.

Stefan Knutti, Bern

30.08.2010
Ein Leser übermittelt uns die Fotos vom "Schlachtfeld Frauenfeld". Ein grauenhafter Anblick ...



30.08.2010
Liebe Schwingerfreunde, Ein durchwegs gelungenes Eidg. Schwing und Aelplerfest in Frauenfeld gehört der Vergangenheit an. Laut Presse information seien ca . 250000 Leute im Festgelände und Arena gewesen. Ob es ein verfrühtes Oktoberfest oder eine grosse Chilbi gewesen ist bleibe dahingestellt.Mir hat es gefallen! Diskutiert wird ja grundsatzlich alles . Es ist natürlich für diejenigen wenigen Besucher die ein negatives Erlebnis hatten aergerlich ,für die andern eben nicht. Es kann auch bei aller bester Organisation nicht vermieden werden,das etwas in die Hosen geht .In Burgdorf wird es wieder andere Dinge geben die einigen nicht passen werden . Sind wir doch gespannt was das OK 2013 uns für ein Menü serviert.Ich bin der Ansicht das Generell die Lebendpreise überdenkt werden sollten nicht nur am Eidgenössischen sondern auch an anderen Schwingfesten.Hans Hess Küssnacht a/Rigi


30.08.2010
Zum Thema Dienstverweigerung der Thurgauer Kantonspolizei?" haben wir die Sachlage, wie sie von Daniel Wyss beschrieben wird, dem Chef des Sicherheitsdepartementes des Kantons Thurgaus, Regierungsrat Dr. Graf, und dem Polizeikommandanten Baltensperger zur Stellungnahme unterbreitet. Hier die Antwort:

Sehr geehrter Herr Ochsner, Danke für Ihre Anfrage. Während der ganzen Zeit des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Frauenfeld gingen bei der Kantonspolizei Thurgau insgesamt vier Meldungen betreffend Diebstahl aus Zelten ein. Sie betrafen mehrheitlich den späten Abend in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag. Damit sich die Geschädigten bei Tageslicht einen Überblick bezüglich der gestohlenen Gegenstände verschaffen konnten, wurde vereinbart, dass sie am Sonntagmorgen beim eigens auf dem Gelände eingerichteten Kantonspolizeiposten Anzeige erstatten. Gleichzeitig verstärkte die Kantonspolizei die Präsenz auf den Campingplätzen.Die Kantonspolizei Thurgau will und sorgt dafür, dass sich im Kanton Thurgau weilende Personen sicher fühlen können und engagierte sich dafür auch massgeblich bei der Entwicklung des ESAF-Sicherheitsdispositivs. Den Vorwurf der "Dienstverweigerung" weist sie in aller Form zurück. Die Kantonspolizei Thurgau rückt in jedem Fall sofort aus, wenn eine drohende Gefahr durch eine unmittelbare Intervention beseitigt oder gemindert werden kann. Bei den vier der Polizei gemeldeten Diebstählen aus Zelten war die Täterschaft nicht mehr vor Ort. Als Sofortmassnahme fokussierte die Kantonspolizei deshalb auf die verstärkte Überwachung der Campingplätze. Weitere Diebstähle wurden danach nicht mehr gemeldet. Mit freundlichen Grüssen, KANTONSPOLIZEI THURGAU, Informationschef Rolf Müller.

24.08.2010

Dienstverweigerung der Thurgauer Kantonspolizei ??
Ich kann mich dem vorherigen Schreiber nur anschliessen, aber was mich noch die grösste
Frechheit dünkt, dass man in den Zeitungen lesen kann die Polizei hätte keine besonderen Einsätze gehabt. Wenn man am Samstag auf Sonntag in der Nacht auf dem Zeltplatz ausgeraubt wird und mehrere Zelte ausgeräumt werden,und man von der Polizei die Antwort bekommt, sie kommen nicht man könne am Morgen eine Anzeige machen, muss man sich schon fragen. Das OK und Securtey haben das Problem von eimem zum anderen geschoben. EINTRITT NUR MIT VOUCHER LÄSST GRÜSSEN !! AB SAMSTAG NACHMITTAG WAR KEINE KONTROLLE MEHR. Daniel Wyss

23.08.2010
Ich kann die Kritik betreff der fehlenden Infrastruktur „leider“ nur bestätigen.
Es waren nicht nur die fehlenden Toiletten, sondern bei den vorhandenen war teilweise bereits am Morgen um 08.00 Uhr bei 5 von 6 Toiletten kein Papier mehr vorhanden und einige „Häuschen“ waren total verschmutzt! Auch bei den Tribünenabgängen waren keine Pissoirs vorhanden, sodass die Männer Ihre Notdurft jeweils am Hag verrichteten, das hat dann auch entsprechend gestunken. Hat das OK noch nie etwas von mobilen Pissoirs gehört, oder ein anderes „kleineres“ Schwingfest besucht, wo diese jeweils eingesetzt werden.? Was ebenfalls zu beanstanden ist, ist das Abfallsystem. Überall mangelte es an grossen Abfallkübeln, oder Mulden, so dass Berge von Flaschen und Abfall gezwungenermassen auf den Boden geworfen wurde. Es gibt doch die berühmten „Drecksäcke“ die jeweils bei grossen Veranstaltungen in Luzern im Einsatz sind. Campingplatz
: War soweit in Ordnung, aber bei diesem grossen Gelände und den gegen 1000 Wohnwagen und Zelten war der Überblick nicht mehr gegeben, da keine klare Markierung (Einteilung in Sektoren) gemacht wurde. So war es manchmal schwierig, das eigene Domizil (in nüchternem Zustand) wieder zu finden. Das OK brüstet sich mit 20 Mio. Budget, aber davon haben wir leider nichts bemerkt. Gegenüber den Medien werden sie sicher nur ein „Rosabild“ abgeben und sich selber rühmen. Als Vergleich hatte Luzern 2004 ein Budget von 7 Mio. und war auch ein ganz tolles Fest. Ich hoffe nur, dass Burgdorf die nötigen „Lehren“ daraus ziehen wird und ich mein 16.tes ESF erleben kann. Mit Schwingergruss, Fredy Birrer, Luzern

23.08.2010
Werter Hr.Schläpfer
. Mit den Worten " Buäba tschutte, Manne Schwinge" an der Festansprache am Eidgenösischen habe ich als ehemaliger Fussballspieler und grosser Schwingerfreund und Fan meine Mühe. Auch die Fussballspieler müssen hart trainieren und kämpfen, wie jeder andere Sportler und das sind auch Männer. Viele Grüsse Daniel Zemp aus Escholzmatt.

22.08.2010
Erste Leser-Reaktion auf das Fehlurteil Abderhalden gegen Zindel.
Lieber Schwingerfreund
Was an diesem Gang abgelaufen ist ist des Königs nicht würdig. 1983 Bern wurde Abderhalden ein Gang mit Roland Gwerder geschenkt – er wurde Schwingerkönig 2007 Aarau mit viel Glück wurde das Resultat mit H.P. Pellet/Abderhalden nicht gegeben – er wurde Schwingerkönig 2010 4. Gang (im Fernsehen gesehen) Abderhalden wäre vermutlich bis zu ¾ auf dem Rücken, Zindel Thomas hingegen hat sich einwandfrei über die Brücke retten können, Resultat ??? Bei solch wichtigen Gängen frage ich mich, heute wo es um so viel Geld geht, wann das Video eingesetzt wird um Fehlentscheide zu vermeiden. Mit Schwingergruess, Ruedi Schmidig

16.08.2010
Zur einstreifigen Verkehrsführung die Stellungnahme von ASTRA
Vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich der Bauarbeiten auf der A1/A7. Gerne geben wir Ihnen dazu Auskunft.Das ASTRA hat einen klar definierten Grundauftrag: die Gewährleistung von sicheren und nachhaltigen Autobahnen. Während der Projektierung, aber auch in der Realisierung nehmen wir die Bedürfnisse Dritter ernst, klären diese ab und treffen, wo möglich und verhältnismässig, Massnahmen. Die Bauarbeiten auf der A1/A7 wurden bereits vor drei Jahren breit kommuniziert. Behörden, Unternehmungen und Bewohner werden laufend über den aktuellen Stand informiert. Dennoch ist das ASTRA darauf angewiesen, dass sich auch Organisationen von Grossveranstaltungen frühzeitig mit uns in Verbindung setzen. Nur so können überhaupt Abklärungen lanciert werden und allfällige Massnahmen als Verbesserung umgesetzt werden. Im Falle des Schwingerfests hatten wir bis anhin leider keinen Kontakt mit dem Organisationskomitee.

Auf der A7 im Abschnitt Attikon bis Kefikon wird derzeit die Fahrbahn in Richtung Frauenfeld erneuert. Die Bauarbeiten laufen noch bis ca. Mitte Oktober. Der gesamte Verkehr muss deshalb auf die gegenüberliegende, bereits erneuerte Fahrbahn Richtung Winterthur gelegt werden. Dabei sind in Richtung Frauenfeld zwei Fahrspuren und in Richtung Winterthur eine Fahrspur markiert. Dank der zweispurigen Fahrstrecke in Richtung Frauenfeld sollte es auf den Festbeginn hin nicht zu Verkehrsproblemen kommen. Jedoch muss damit gerechnet werden, dass am Sonntag, nach Festende, das Verkehrsaufkommen auf der A7 wegen der rückreisenden Festbesucher grösser sein wird im Vergleich zu anderen Sonntagen. Trotzdem dürfte sich selbst dann das Verkehrsaufkommen auf einem ähnlichen Niveau bewegen wie zu morgendlichen Spitzenzeiten an Werktagen.

Betreffend einseitiger Verkehrsführung in Richtung Winterthur ist zu ergänzen, dass auch im Normalbetriebszustand ab dem Halbanschluss Attikon bis zur Einmündung in die A1 nur ein Fahrstreifen zur Verfügung steht. Infolge der Baustelle und der Lage der vorhandenen Mittelstreifenüberfahrt bei Kefikon erstreckt sich im Moment diese Einstreifigkeit über eine längere Strecke, sodass dies natürlich auch stärker wahrgenommen wird.

Wir gehen davon aus, dass es infolge des Eidgenössischen Schwingerfestes zu keinen grösseren Verkehrsbehinderungen kommen wird. Trotzdem bitten wir die Verkehrsteilnehmer aufgrund der Baustelle um erhöhte Aufmerksamkeit, genügend Abstand sowie Einhaltung der signalisierten Verkehrsvorschriften.
Freundliche Grüsse, Bojan Josifovic, externer Beauftragter Information und Kommunikation, Eidgenössisches Departement für Umwelt,Verkehr, Energie und Kommunikation, UVEK Bundesamt für Strassen ASTRA, Filiale Winterthur





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