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Veteranen

Würdige Jubiläumsfeier der „alten Garde“ in Aeschi

Rund 200 Schwingerveteranen aus dem ganzen Berner Oberland trafen sich am vergangenen Sonntag zur alljährlichen Tagung. Im Beisein von Gästen feierte die Oberländische Schwingerveteranenvereinigung ihr 75 –jähriges Bestehen. Als 500. Mitglied durfte mit Marie Flück aus Brünigen ausgerechnet eine Frau einen Blumemstrauss in Empfang nehmen.

Von Heinz Huber

Drei Männer hoben im Jahre 1936 auf einen Aufruf des Eidgenössischen Schwingerverbandes die Oberländische Schwingerveteranenvereinigung aus der Taufe. Darunter waren mit dem aus Interlaken stammenden Eduard Balmer und dem Brienzer Arnold Grossmann zwei Männer aus unserem Gebiet. Gleich im ersten Jahr schlossen sich weitere 33 Schwinger mit über 40 Lenzen der Vereinigung an. Der Taufakt erfolgte anlässlich des Oberländischen Schwingfestes vom 14. Juni 1936 in Meiringen.

500. Mitglied eine Frau
Ausgerechnet am Jubiläumstag konnte mit Marie Flück aus Brünigen eine Frau als 500. Mitglied offiziell in die Vereinigung aufgenommen werden. Damit gehört unsere Vereinigung wohl zu den grössten im Land. Die Obmannschaft und die Schwingersektion Aeschi organiserten den in grosser Zahl aufmarschierenden Schwingerfreunden einen würdigen Jubiläumsanlass. Zu diesem waren für einmal auch die Frauen eingeladen, aber nur vereinzelte liessen sich in der überwiegend von Männern dominierten Runde blicken.
Obmann Erwin Amacher führte in gewohnt zügiger Art durch die Traktanden. Die Versammlung wurde mit schönen Liedern und Naturjutzkompositionen vom Jodlerklub Alpengruss Aeschiried liebevoll umrahmt.
Einige Gastredner überbrachten unserer Vereinigung die besten Grüsse. So überbrachte der vor zwei Woche neugewählte Obmann Eugen Wyss die herzlichsten Glückwünsche der Eidgenössischen Vetranenvereinigung. Markus Lauener als Präsident des Bernisch Kantonalen Schwingerverbandes liess mit kritischen Worten nochmals das vergangene Vereinsjahr Revue passieren und versprach den Veteranen, dass man in Zukunft das Augenmerk vermehrt auf das Schwingertraining richten werde. Unspunnen lässt grüssen! Er äusserte sich optimistisch für das Eidgenössische in Burgdorf, wo man bereits jetzt ein Kader gebildet hat und in regelmässigen Abständen auf diesen Höhepunkt hinarbeitet.

Schwingen soll bleiben was es ist
Prägnante Worte richtete der Präsident des Oberländischen Schwingerverbandes, Ueli Stoller aus Reichenbach an die Veteranen. Anhand des riesigen Interesses rund um den gegenwärtig boomenden Schwingsport, sollte man seiner Ansicht nach die wichtigen Grundwerte des Schwingens nicht aus den Augen verlieren. Sponsoring, Werbung, Marketing, Mentaltraining und das liebe Geld sind auch für die Spitzenschwinger heute ein Thema! Aber was wäre ein Schwingfest ohne die vielen freiwilligen Helfer und Funktionäre, die ehrenamtlich im Hintergrund arbeiten und die unzähligen Schwinger, die keine Werbeverträge abschliessen können. „Deshalb seid ihr Veteranen in der heutigen Zeit besonders wichtig, damit ihr den Verbandsfunktionären hilfreich und mit guten Tipps zur Seite stehen könnt, wenn es gilt die Grundwerte des Schwingens zu erhalten, um gewissen nicht ungefährlichen Tendenzen entgegentreten zu können“, so sein Aufruf an unsere alte Garde.

Ruhm und Ehre für Obmann Erwin Amacher
Unser Obmann Erwin Amacher aus Unterseen wurde vor zwei Wochen als Nachfolger von Hansueli Leuenberger in Hergiswil NW als Säckelmeister in den Vorstand der eidgenössischen Veteranenvereinigung gewählt. Dafür überreichte ihm Vizeobmann Ruedi Stoller einen Blumenstrauss für seine Frau Silvia, da sie jetzt noch mehr auf ihren Mann verzichten muss. Nach Hans Ruef ist der von Oberried stammende Erwin Amacher erst der zweite Oberländer, dem diese Ehre zu Teil wurde.
Wie gewohnt wurden alle über 80-jährigen Mitglieder mit einem Präsent auf der Bühne beschenkt. Die Tagung findet im nächsten Jahr in Brienz statt und für das nächste Jahr wird wiederum ein eintägiger Veteranenausflug geplant. Zu wunderschönen Liedern der Geschwister Dyana und Murielle Pfamatter aus Mund VS durfte die fröhliche Schar ein feines Mittagessen mit Dessert und Kaffee geniessen. Bis in die späten Nachmittagsstunden frönten die Veteranen der hochgepriesenen Kameradschaft und dabei wurde wohl die eine oder andere Anektote aus früheren Zeiten aufgefrischt.

Schwingerveteranen Oberaargau tagten in Hettiswil

Am Sonntag nach Valentins, trafen sich die Schwingerveteranen Oberaargau zu ihrer jährlichen Hauptversammlung, und nach dem klangvollen Einstieg mit dem Jodlerklub Hettiswil konnte Obmann Karl Aeberhard, Langenthal, 29 Mitglieder begrüssen und willkommen heissen. Es war den schlechten Strassenverhältnissen zuzuschreiben, dass es viele Entschuldigungen gab. lm geschäftlichen Teil legte die Obmannschaft Rechenschaft über die Aktivitäten im vergangenen Jahr ab.

Ueber die Aktivitäten der Aktivschwinger und das Verbandgeschehen wurden die Veteranen vom neuen Verbandspräsidenten Daniel Günter sehr eingehend orientiert. Veteranen sind die Leitplanken des Verbandes. “Gutes erhalten, aber neuem nicht im Wege stehen”. Mit diesen Worten von Rolf Gasser gab auch er die Ziele des OSV bekannt. Erfreulicherweise konnten gleich zehn neue Veteranen in die Vereinigung aufgenommen werden.

Oberaargauer Verbandsfest 2011 In Rumisberg
Daniel Günter durfte den Kameraden von den Vorbereitungen des Oberaargauischen Schwingfestes über das Pfingstwochenende in Rumisberg berichten. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, sowie Schwingfest am Samstag und der Nachwuchsschwingertag am Montag, muntert er die Veteranen auf, am Pfingstwochenende auf den Berg zu kommen. Er dankte den Veteranen für die großzügige Ehrengabe zuhanden des Gabenkomitee in Form einer Stabelle.

28.02.2011/06.45 h/Adrian Schär



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