Hauptmenü
Brauchtum
Zentralschweizerischer Jodlerverband tagt in Muotathal
Im Mittelpunkt des Verbandsjahres 2012 steht das Zentralschweizerische Jodlerfest in der schwyzerischen March
Traditionsgemäss eröffneten die rund 600 Delegierten und Gäste die Jahrestagung mit einem Lied, mit dem wohlklingenden "Kamerade wömmer sy" von Matthias Zogg unter der Leitung des Goldauers Röbi Küttel.
Aus Muotathal berichtet live Werner J. Ochsner
Nach der letztjährigen Wahl in Hergiswil leitete Richard Huwiler aus Ruswil (rechts im Bilde) erstmals die Verbandstagung, die vom Jodelklub Muotathal mustergültig vorbereitet wurde. In seinem Rechenschaftsbericht 2011 erinnerte er an recht viele Höhepunkte. Dazu gehörte zweifelsohne das Eidgenössische Jodlerfest in Interlaken, wo insgesamt 1434 Wettvorträge gehalten wurden. Das waren gegenüber Luzern (1556) doch einige weniger. "Es war einmal mehr sehr erfreulich, wie die ZSJV-Mitglieder überdurchschnittlich gute Darbietungen zum Besten gaben. Diese hervorragenden Resultate sind das Ergebnis von verschiedenen Faktoren, unter anderem, fundierte Weiterbildung, sehr gute Probenarbeit, Fleiss, gesunder Ehrgeiz und selbstverständlich auch Talent", hielt Huwiler in seinem Rapport fest. Erstmals wurde ein Luga-Jodler-Sunntig in Luzern durchgeführt, der gut ankam und 2012 wieder auf dem Programm steht. Gut gelungen ist auch das Nachwuchs-Weekend auf der Stockhütte, das von 45 Jugendlichen besucht wurde. Weniger erfreuliches berichtete Präsident Huwiler über die Präsidentenkonferenz 2011 in Schübelbach. Von den 167 Klubs und Gruppen fehlten nicht weniger als 63, davon 33 gar ohne Entschuldigung. Das war eine grosse Enttäuschung.
Finanzchef Kurt Kalbermatten musste eine defizitäre Rechnung 2011 präsentieren, doch der kalkulierte Verlust von rund 27'000 Franken mag der ZSJV ertragen, denn das Vermögen beträgt immer noch über 1000'000 Franken. Das Budget 2012 sieht eine ausgeglichene Rechnung vor, nicht zuletzt wegen dem zu erwartenden Gewinn aus dem Zentralschweizerischen Jodlerfest in der March. Rechnung und Budget wurden gutgeheissen.
Kurt Kalbermatten war 25 Jahre Finanzchef, und Werner Arnold 14 Jahre Obmann der Fahnenschwinger. Beide haben ihre Demission eingereicht und für ihre Verdienste wurden sie mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Die Delegierten wählten ohne Gegenstimme Walter von Matt aus Immensee und Erika Zanini aus Altdorf als Nachfolger in den Verbandsvorstand. Die Freimitgliedschaft wurde an Anton Waser und Thomas Furger verliehen.
Lachen und Altendorf sind für das Jodlerfest bereit
Vom 22. bis 24. Juni 2012 ist der Bezirk March Gastgeber des 58. Zentralschweizerischen Jodlerfestes. Als Jurypräsident amtet Richard Huwiler, als Obmänner des Jodelgesanges Franz-Markus Stadelmann und Emil Wallimann, als Obmann Fahnenschwingen Alfred Fuchs und als Obmann Alphornblasen Flavian Imlig.
Ueber die Vorarbeitungsarbeiten des Zentralschweizerischen Jodlerfestes 2012 orientierte OK-Präsident und Regierungsrat Walter Stählin, das unter dem Motto stehen wird "Cheibe Gmüetli!". Organisatoren sind die 4 Jodlerklubs Lachen, Altendorf, Wangen und Siebnen. Das Fest wird aber konzentriert in den beiden Gemeinden Lachen und Altendorf ausgerichtet, das eine zentralisierte Abwicklung der Vorträge ermöglicht. Der Umzug in Lachen ist für die Zuschauerinnen und Zuschauern gratis. Und OKP Walter Stählin erntete Beifall als er erklärte, dass musikalische Unterhaltung nur im grossen Festzelt stattfinden wird und alle übrigen Festzelte für die Jodler und Festbesucher zur Verfügung stehen.
Das 60. Zentralschweizerische Jodlerfest vom 26. bis 28. Juni 2015 wurde in Muotathal nach Sarnen vergeben. Ein erprobter Festort, fand doch 1993 das Eidgenössische Jodlerfest in der Obwaldner-Metropole statt.
Nachdem die Durchführung der Jahrestagung 2013 an den Jodlerklub Aegerital mit Austragungsort Unterägeri vergeben wurde, ergriff die Zentralpräsidenten des Eidgenössischen Jodlerverbandes, Karin Niederberger, das Wort und grüsste das Zentralschweizer Brauchtumvolk und dankte für die allseits hervorragenden Leistungen in den verschiedensten Sparten, sei das als Jodler, Jodlerin, Alphorn- oder Büchelbläser, Fahnenschwinger oder auch als Funktionär.
Nach einem gemeinsamen Abendessen fanden dann die Gruppen- und Veteranen-Ehrungen statt. Ein Prozedere, das rund zwei Stunden andauerte und von verschiedenen musikalischen Darbietungen umrahmt wurde. Geehrt wurden die jubilierenden Klubs Ibach, Walchwil und Wolhusen (75 Jahre) sowie Wiggen (50 Jahre). Eine verdiente Ehrung erhielten auch Veteraninnen und Veteranen sowie Ehrenveteranen.






Die Jodler erobern die Schwingerarena auf dem Brünig
60. Geburtstag mit Jodlerkameraden feiern
Von Heinz Huber
Was schon vor zehn Jahren in den Köpfen der beiden Jodelkoryphäen Fredy Wallimann und Klaus Rubin herumgeisterte, beginnt jetzt konkrete Formen anzunehmen. Aus Dankbarkeit, dass sie im Jahre 2012 beide bei bester Gesundheit den 60. Geburtstag feiern dürfen und die langwährende Jodlerfreundschaft der beiden, hat sie veranlasst über die Grenzen des Brünigs hinweg ein gemeinsames Jodler Openair zu organisieren. Die beiden verbindet nicht nur der Jodelgesang, sondern auch ihre Herkunft aus den Bergen.
Schwingerarena anders genutzt
„Endlich wird die Schwingerarena einmal anders genutzt“. Diese Forderung wurde in den letzten Jahren auch mit dem Ausbau der neuen Arena immer lauter.Tatsächlich ist die amphitheather ähnliche Anlage für ein solches Konzert geradezu prädestiniert. Walter von Wyl, selbst OK-Mitglied am Brünigschwinget hilft als Verantwortlicher Bau den Jodleranlass auf die Beine zu stellen. Als passionierter Jodler freut er sich jetzt schon gewaltig: „Ich bin überzeugt, dieser Anlass wird viele Jodlerfreunde auf den Brünig locken:“ Ein gemeinsames OK mit Leuten diesseits und jenseits des Brünigpasses hat die Arbeit im Dezember 2011 aufgenommen , um allen Freunden des Jodelgesangs am 21. Juli 2012 einen jodlerischen Leckerbissen zu bieten. Der Anlass wird in der bekannten Schwingerarena durchgeführt. Dem OK steht der Obwaldner Regierungsrat Niklaus Bleiker vor.
Einzigartige Besetzung
Allein die teilnehmenden Formationen lassen auf ein Konzert erster Güte hoffen. Mit der Jodlergruppe der Bergröseler und der Jodlergruppe Alpengruss Aeschiried sind einmal die eigenen Klubs der beiden Jodelfreunde. Hinzu kommen von ennet dem Brünig der Jodlerklub Wiesenberg und von der Berner Seite das Sunnechörli Zämewürfliwil. Neben diesen hochrangigen Formationen runden das Jodlerterzett Heidi Klopfenstein, Sonja Briggen und Klaus Rubin, die Geschwister Anita und Silvia Bucher aus Buochs und die bestbekannte Solojodlerin Miriam Schafroth das Angebot ab. Das Schwyzerörgelitrio Werner Gasser aus Schwarzenburg und das Handorgelduo Stöckli Buebe Ennetmoos sorgen für die musikalische Unterhaltung. Speziell wird sein , dass an diesem Nachmittag-Abend ausschliesslich Kompositionen der beiden Jubilare vorgetragen werden. Die Freundschaft der beiden urchigen Bergler, die ihre Kompositionen gegenseitig gerne hören und singen, schenken uns allen einen sicher unvergesslichen Tag voll kerniger und jubelnder Melodien, gesungen von wunderbaren Stimmen der anwesenden Gruppen und Kleinformationen. Dass diese beiden Jodlerkapazitäten zusammen ein solches Fest organisieren zeugt bestimmt von einer gegenseitigen Achtung und Wertschätzung ihres jodlerischen Wirkens.
Wohltätigkeitscharakter der Veranstaltung
Ein allfälliger Gewinn aus dieser Veranstaltung würde der Stiftung Rütimattli aus Sachseln und dem Kinder- und Jugendheim Sunnehuus Frutigen, sowie dem Jodlernachwuchs zufallen. Geplant wäre ein gemeinsames Treffen der Kinder beider Heime mit Kindern vom Jodlernachwuchs. Der Anlass ist infolge prekärer Parkplätze auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Nach Konzertschluss fahren Extrabusse nach Lungern und Giswil. Ab 13.30 Uhr steht eine Festwirtschaft zum Wohl der angereisten Jodlerfreunde zur Verfügung.
Eidgenössisches Jodlerfest 2011 zieht positive Bilanz
Fünf Monate nach dem Grossanlass zieht das Organisationskomitee des Eidgenössischen Jodlerfests 2011 Interlaken eine positive Schlussbilanz. Das Fest konnte ohne öffentliche Gelder finanziert werden.
Rund 150‘000 Zuschauerinnen und Zuschauer und 11‘000 Aktive besuchten das 28. Eidgenössische Jodlerfest, das vom 16. – 19. Juni 2011 in Interlaken stattfand. Fünf Monate nach dem Grossanlass zieht das Organisationskomitee
eine positive Schlussbilanz. Das Eidgenössische Jodlerfest 2011 konnte gänzlich ohne öffentliche Gelder finanziert werden. Der positive Abschluss erlaubt es, CHF 300‘000.- an Helferstunden zu entrichten, was über 100 verschiedenen Institutionen – vor allem Vereinen – zugute kommt. Weitere CHF 200‘000.- erhält der Eidgenössische Jodlerverband gemäss Festvertrag. Auch für die lokalen Trägervereine hat sich das Eidgenössische Jodlerfest finanziell gelohnt. Damit wurde ein wichtiges Anliegen der Organisatoren erfüllt. Aufgrund der Abnützung der Höhematte, auf welcher das Jodlerdörfli aufgebaut worden war, erhält die Höhemattekommission eine Entschädigung von 80’000 Franken. Dies wurde an der OK-Sitzung von Montag, 21. November 2011, beschlossen. Der Beitrag ist
gleichzeitig eine Investition in die Infrastruktur der Höhematte für zukünftige Anlässe. Als Andenken an das Eidgenössische Jodlerfest 2011 Interlaken wurde bereits Anfang November ein Nussbaum beim Festhotel Interlaken gepflanzt. Er soll die Bevölkerung an den gelungenen Anlass erinnern, an dem Tausende Menschen feierten und die Schweizer Volkskultur hochleben liessen.
22. November 2011 / Patrizia Pulfer:
Hier ist Platz für Ihre Werbung
Kleininserat Fr. 30.- p/MtGrossinserat Fr. 50.- p/Mt
Zum Bestellformular ........ hier