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Burgdorf 2013
Burgdorf tut gut daran, die "Frauenfelder Ballermann-Stimmung" nicht zu wiederholen
Wie gestalten die Berner-Organisatoren das Eidgenössische Schwing- und Aelplerfest 2013 in Burgdorf ? In den Pressemeldungen wird immer wieder hervorgehoben, dass über 50'000 Zuschauer in der Arena Platz finden werden. Offenbar noch grösser als Frauenfeld ? Das Geschehen für den Zuschauer noch weiter entfernt ? Was passiert rund um die Arena? Hoffentlich nicht dasselbe wie in Frauenfeld 2010. Nationalrat Toni Bortoluzzi dazu: "Die "Chilbi" ausserhalb des Schwingplatzes muss eingedämmt werden". Und selbst Obmann Ernst Schläpfer ist die Ramba-Zamba-Stimmung in Frauenfeld sauer aufgestossen. Mehrmals hat er auf dieses Problem hingewiesen, so z.b. in seinem Jahresbericht 2010, im Vorwort zum Unspunnenfest 2011 und auch in seiner Festansprache in Interlaken. Präzise sagt Ernst Schläpfer: "Gerade Schwingfeste sind die Verkörperung traditioneller und friedlicher Volksfeste. Das Festhalten an diesen Werten hat in der letzten Zeit einen wahren Schwingerboom ausgelöst. Der eidgenössische Schwingerverband hat deshalb nicht nur Freude, wenn sich ein preisgünstiges Volksfest in ein recht teures Event verwandelt, bei dem sich erst noch eine VIP-Elite isoliert. Was an internationalen Sportveranstaltungen üblich ist, muss für das Schwingen noch lange nicht richtig sein."
Schauen wir mal, ob die Burgdorfer-Organisatoren die mahnenden Worte des "höchsten Schwingers im Lande" zu Herzen nehmen, und die traditionellen Werte in den Vordergrund rücken.