ersehnten
saison
aufgrund
feiern

Depuis 1915, Ernest Bovier, grand-pere de la génération actuelle, s'affaire en tant que tenancier a donner au "Buffet de la Gare" son statut de restaurant et non plus de simple débit de boisson.

Die Burgdorfer-Organisatoren sind nicht zu beneiden. Auf dem Festgelände können keine bestehenden Infrastrukturen genutzt werden. Alles muss gebaut werden: Zufahrtsstrassen, Wasser- und Elektrischleitungen, diverse Bauten für die Organisation, Festzelte, 6 Tribünen. Durch die hohen Infrastrukturen müssen auch die Eintrittspreise gegenüber Frauenfeld nochmals massiv erhöht werden. Ein gedeckter Tribünenplatz der ersten Kategorie kostet Fr. 225.-. Dieser Preis hat der Zentralvorstand des ESV so genehmigt, wie uns ISV-Präsident Paul Vogel, Mitglied des Zentralvorstandes ESV, bestätigte. Insgesamt bietet die Arena 52'013 Plätze -soviele wie noch nie zuvor, wie Kommunikationschef Raphael Wild uns bestätigte. Die Oberaargauer-Metropole Burgdorf mit seinen rund 16'000 Einwohner rüstet sich auf das Eidgenössische Schwing- und Aelplerfest 2013.

Am 1. September 2012 wird in Burgdorf so richtig gefeiert, und es gilt Einiges zu sehen und zu bestaunen", so OK-Präsident und SVP-Nationalrat Andreas Aebi ein Jahr vor dem Fest. Und tatsächlich es war eine gutgelungene, interessante Präsentation mit Gotthelfmärit, Demonstrationsschwünge der Jungschwinger aus dem Emmental und dem Oberaargau, Demonstrations-Steinstossen durch Unspunnensieger Peter Michel, Autogrammevent durch Spitzenschwinger mit u.a. Saison-Dominator Matthias Sempach. Der amtierende König Kilian Wenger äusserte sich über seine Vorbereitung auf die Titelverteidigung und natürlich konnten die Festbesucher auch den Siegermuni "Fors" bestaunen. Trotz miesen Witterungsverhältnissen wurden diese Möglichkeiten des Informationsaustausches und der Rahmenveranstaltungen von den Bernern gut genützt. Das sind rund 2000 Einheiten mehr als in Frauenfeld 2010. Auch das Rahmenprogramm soll vielseitig, aber auf das Schwingerpublikum ausgerichtet werden. Für 12'000 Besucher werden Campingplätze bereit gestellt. Weil sämtliche Infrastrukturen gebaut werden müssen und mit hohen Kosten verbunden sind werden die Eintrittspreise rund 25 Prozent gegenüber Frauenfeld angehoben.

Werner J. Ochsner vom Schwinger Journal (inks) im Gespräch mit Raphael Wild, Kommunikationschef des Eidgenössischesn Schwing- und Aelplerfest Burgdorf 2013 anlässlich des Events "1 Jahr vor dem Fest". Werner J. Ochsner, der 2012 seit 50 Jahren als Journalist, als Radio-Kommentator und als Inhaber des Schwinger Journals im Dienste des Schwingsportes steht, fachsimpelt mit dem Berner Ueli Stucki, der in seiner Laufbahn 56 Kränze gewann, 10 Kranzfestsiege feiern durfte und den Brünig-Bergklassiker (1978) als auch das Berner-Kantonalfest gewinnen konnte. Das Schwingfest-Dörfli, in dem unter anderem der gleichentags lancierte ESAF-Festwein degustiert werden kann, befindet sich im gleichen Zeitraum am Kirchbühl. Ab 11.30 Uhr präsentieren die Schwingklubs und Jungschwinger Emmental-Oberaargau im Beisein der Schwinger Daniel Bösch, Thomas Sempach und Matthias Sempach in der Ober- und Unterstadt ihr Können. Während der demonstrationsfreien Zeit darf auch das Publikum ins Sägemehl und einmal «selber die Schwingerhosen anziehen». Ab 12.00 Uhr können sich die Besucherinnen und Besucher am Kirchbühl und in den Marktlauben mit gluschtigen Emmentaler Spezialitäten verköstigen.

Um 12.15 Uhr und um 13.00 Uhr kann Steinstoss-Unspunnensieger Peter Michel bei seinen Demonstrationsstössen auf dem Hofstatt-Platz angefeuert werden und wer möchte, darf sich auch selbst einmal mit dem Stein versuchen. Siegermuni «FORS vo dr LUEG», der dem neuen Schwingerkönig am «Eidgenössischen» 2013 überreicht werden wird, trifft um 14.15 Für alle Besuchenden, die sich zum aktuellen Stand der ESAF-Vorbereitungsarbeiten informieren möchten, findet um 15.30 Uhr und um 17.00 Uhr eine jeweils 30- bis 40-minütige Informationsveranstaltung im Casino-Theater Burgdorf statt, präsentiert durch Francesco M. Rappa, OK-Vizepräsident ESAF, und Patrick Sommer Geschäftsführer ESAF. Aufgrund der sehr prekären Parkplatzsituation in und um Burgdorf empfehlen die Organisatoren die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie gestalten die Berner-Organisatoren das Eidgenössische Schwing- und Aelplerfest 2013 in Burgdorf ? In den Pressemeldungen wird immer wieder hervorgehoben, dass über 50'000 Zuschauer in der Arena Platz finden werden. Offenbar noch grösser als Frauenfeld ?

Das Geschehen für den Zuschauer noch weiter entfernt ? Was passiert rund um die Arena? Hoffentlich nicht dasselbe wie in Frauenfeld 2010. Nationalrat Toni Bortoluzzi dazu: "Die "Chilbi" ausserhalb des Schwingplatzes muss eingedämmt werden". Und selbst Obmann Ernst Schläpfer ist die Ramba-Zamba-Stimmung in Frauenfeld sauer aufgestossen. Mehrmals hat er auf dieses Problem hingewiesen, so z.b. in seinem Jahresbericht 2010, im Vorwort zum Unspunnenfest 2011 und auch in seiner Festansprache in Interlaken. Präzise sagt Ernst Schläpfer: "Gerade Schwingfeste sind die Verkörperung traditioneller und friedlicher Volksfeste. Das Festhalten an diesen Werten hat in der letzten Zeit einen wahren Schwingerboom ausgelöst. Der eidgenössische Schwingerverband hat deshalb nicht nur Freude, wenn sich ein preisgünstiges Volksfest in ein recht teures Event verwandelt, bei dem sich erst noch eine VIP-Elite isoliert. Was an internationalen Sportveranstaltungen üblich ist, muss für das Schwingen noch lange nicht richtig sein." Schauen wir mal, ob die Burgdorfer-Organisatoren die mahnenden Worte des "höchsten Schwingers im Lande" zu Herzen nehmen, und die traditionellen Werte in den Vordergrund rücken.